Mantrailing - eine anspruchsvolle Form der Vermisstensuche

Der Personenspürhund (PSH), oder Mantrailer (Man=Mensch, Trail=Spur), ist ein speziell ausgebildeter Hund, mit dem eine Person anhand ihres Individualgeruches gesucht wird. Jeder Mensch besitzt - genau wie ein Fingerabdruck - einen einzigartigen, ihm eigenen individuellen Geruch. Dieser ist u. a. die Folge von Zersetzungsprozessen von Hautzellen, Eiweisse, Harnstoff, Fettsäuren, Buttersäure etc. Davon nimmt der Hund -  durch seinen hochentwickelten Geruchssinn - die Geruchsmoleküle war. 

 

Dem Hund wird ein Geruchsartikel (Kleidungsstück, Taschentuch usw.) der zu suchenden Person zum Anriechen präsentiert. Das PSH Suchteam (Hundeführer/Hund) folgt danach dieser individuellen Geruchsspur des Vermissten. Gut ausgebildete Personenspürhunde, allen voran die "Spezialisten" wie z. B. Bloodhound, Otterhound, div. andere Schweiss,- und Laufhunderassen sowie Gebrauchshunde usw. sind fähig, in unterschiedlichen Kontexten einer menschlichen, mehreren Stunde bzw. Tage alten Geruchsspur, zu folgen.
 

Unterschiede (für den Hund) in Bezug auf die Geruchswahrnehmung/Ausscheidung, können nach der Suche von zu Fuss flüchtenden Straftätern oder einer (psychisch) kranken Person bestehen.

 

Flüchtende Personen (z.B. nach einer Straftat), scheiden u. a. Adrenalin aus (im Schweiss vorhanden).

Dies löst beim Hund eine "natürliche" Reaktion, d. h. ein erhöhtes "Jagd/Suchverhalten" aus .

Bei (psychisch) kranken Patienten (u.a. Alzheimer, Demenzkranke), ist dies normalerweise nicht der Fall, sie sind praktisch "emotionslos" - was die Ausscheidung bzgl. Adrenalin anbelangt. 

 

Dazu kommen hingegen meist zusätzliche Medikamenteneinnahmen, was das Suchverhalten wiederum beeinflussen (kann).   

 

Eingesetzt wird der PSH Hund (Mantrailer) von Behörden (Polizei, Grenzwache), Rettungsorganisationen/Staffeln sowie auch Privatpersonen (sportliches Mantrailing).

 

Eindrücke vom Training